Sennar, 1600–1660
Wie kam es, dass die Fundsch-Könige, die 1606 ihr eigener Vizekönig im Norden aus Sennar vertrieben hatte, um 1660 dessen Erben nach Belieben ein- und absetzten?
▶ Den erzählten Atlas ansehen (englischer Sprecher) · 5 Min.Das Land im Jahr 1660, in den Farben derer, die es hielten. Schraffiert: Land, das zwischen 1600 und 1660 den Besitzer wechselte.
In jedem Abschnitt unten entsprechen die nummerierten Ereignisse auf der Karte der Liste darunter und den Markierungen im Text; nichts bewegt sich.
Die Abschnitte
Der Vizekönig in Qarri
In Kürze
Im Jahr 1600 hieß der Fundsch-König in Sennar Unsa, doch der mächtigste Mann seines Reiches war nicht der König. Ajib, Scheich der Abdallab, beherrschte von Qarri aus, jenseits des Zusammenflusses der beiden Nile, die arabischen Stämme des Nordens als Vizekönig des Königs, als Manjilak. Einen früheren König hatte er gezwungen, seine Tochter zu heiraten, und die Überlieferung macht Unsa zu deren Sohn. 1603 oder 1604 stürzte Abd al-Qadir Unsa und nahm ihm den Thron. Ajib zog nach Süden ins Kernland der Fundsch. Seine Heere trieben den neuen König nach Südosten ab, und eine Zeit lang galt Ajibs Wort von Dongola bis an die äthiopische Grenze. Im Dezember 1606 verlor Abd al-Qadir seinen Thron und ging nach Äthiopien, wo Susenyos sich gerade die Kaiserkrone erkämpfte. Noch vor Weihnachten 1607 wurde der gestürzte König sein Vasall. Susenyos schenkte ihm einen goldenen Armreif und gab ihm die Marktstadt Chelga an der Grenze.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Ajib al-Manjilak, Scheich der Abdallab, beherrschte von Qarri aus die arabischen Stämme nördlich des Zusammenflusses der beiden Nile als Vizekönig des Fundsch-Königs. Einen früheren König hatte er gezwungen, seine Tochter zu heiraten, und die Könige dieser Jahre regierten ebenso sehr mit seiner Duldung wie aus eigener Kraft. Als Abd al-Qadir den Thron an sich riss, zog Ajib nach Süden ins Kernland der Fundsch, und eine Zeit lang galt sein Wort von Dongola bis an die äthiopische Grenze.
Unsa, seit etwa 1591 König in Sennar, war der Überlieferung nach der Sohn jenes früheren Königs und der Tochter Ajibs. Seine Herrschaft ließ die eigentliche Frage offen: ob der König in Sennar oder der Vizekönig in Qarri das Reich regierte. 1603 oder 1604 stürzte ihn Abd al-Qadir und bestieg den Thron.
Abd al-Qadir II. hielt sich kaum drei Jahre auf dem Thron. Ajibs Heere trieben ihn aus dem Kernland der Fundsch nach Südosten, an die äthiopische Grenze. Im Dezember 1606 verlor er seinen Thron, und mit den Reitern und Fußsoldaten, die ihm geblieben waren, wandte er sich an die eine Macht jenseits der Grenze, die ihm Zuflucht gewähren konnte.
Bis 1606 hatte der Vizekönig in Qarri einen König von Sennar gebrochen, und der gestürzte König suchte Hilfe in Äthiopien.
Die Schlacht bei Karkoj
- 1⚔Karkoj — 1611/12 · Sieg der Fundsch · Ort umstritten
- 2⚑Adlan abgesetzt — um 1611/12 · vom eigenen Heer
In Kürze
In Sennar ging der Thron an Adlan, und Adlan wendete den Krieg. Sein Haushofmeister, der Sid al-Qawm, war Badi, ein Sohn des verbannten Abd al-Qadir. Beide Seiten suchten denselben heiligen Mann auf. Idris wad al-Arbab hatte Ajib davor gewarnt, gegen die Fundsch zu kämpfen, denn sie würden ihn töten. Badi, seinem eigenen Schüler, sagte Idris den Sieg voraus: Ajib werde sterben, und Badi werde als König nach Sennar zurückkehren. 1611 oder 1612 traf Adlans Heer bei Karkoj am Blauen Nil auf Ajib.1 Ajib fiel; er war damals so alt, dass man ihm, so die Überlieferung, die Augenlider mit Schnüren hochbinden musste. Seine Söhne flohen nach Norden bis Dongola. Adlan folgte ihnen mit seinem Heer bis Mushu am dritten Katarakt, und Badi zog mit ihm. Dort setzten die Truppen Adlan ab2 und machten Badi an seiner Stelle zum König.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Susenyos kämpfte sich zur äthiopischen Krone durch und errang sie im März 1607 bei Gol. Noch vor Weihnachten jenes Jahres kam der gestürzte Abd al-Qadir zu ihm nach Bad, südlich des Tanasees, und wurde sein Vasall. Susenyos schenkte ihm seidene Gewänder und einen goldenen Armreif, das Zeichen der Vasallenschaft, und gab ihm die Marktstadt Chelga an der Grenze.
In Chelga lebte Abd al-Qadir als Mann des Kaisers, zusammen mit Ali, einem Sohn Ajibs, der mit ihm geflohen war. Susenyos gab den beiden Verbannten Rinder, die säumigen Tributpflichtigen abgenommen worden waren, und 1609 halfen sie ihm, einen Aufständischen niederzuwerfen. Nach Bruce hatte der Kaiser Abd al-Qadir einst eine Pauke geschickt, das Geschenk eines Königs an seinen Vasallen, und dafür einen abgerichteten Falken erhalten.
Idris wad al-Arbab, den heiligen Mann von al-Aylafun, suchten beide Seiten um Rat auf. Ajib fragte ihn nach einem Krieg gegen die Fundsch, die, wie er sagte, „uns die Bräuche verändert“ hätten; Idris riet ihm vom Kampf ab, denn sie würden ihn töten und über seine Nachkommen herrschen. Badi, seinem eigenen Schüler, sagte er voraus, sie würden Ajib töten, und Badi werde als König nach Sennar zurückkehren.
Adlan, der nächste König, wendete den Krieg. 1611 oder 1612 traf sein Heer bei Karkoj am Blauen Nil auf Ajib, und Ajib fiel; er war damals so alt, dass man ihm, so die Überlieferung, die Augenlider mit Schnüren hochbinden musste. Dann führte Adlan das Heer nach Norden, Ajibs Söhnen hinterher, bis Mushu am dritten Katarakt.
Badi, ein Sohn des verbannten Abd al-Qadir, war Adlans Sid al-Qawm, der Haushofmeister des Königs, und zog mit ihm nach Norden. In Mushu setzten die Truppen Adlan ab und machten Badi an seiner Stelle zum König, wie Idris es vorausgesagt hatte. Er kehrte nach Süden in Richtung Sennar um und bat den Gelehrten Sughayrun, dem er vertraute, ihm zu folgen.
Ajibs Tod bei Karkoj brach die Herausforderung der Abdallab an die Krone der Fundsch. Seine Söhne flohen nach Norden bis Dongola, außer Reichweite Sennars, und hielten dort aus, während Adlans Heer ihnen den Nil hinab folgte. Welchen Platz die Familie im Reich behielt, hing nun von den Bedingungen ab, die der neue König stellen würde.
Karkoj entschied, wer das Reich regierte, doch den Sieg erntete Badi, nicht Adlan, der ihn errungen hatte.
Zwei lahme Pferde
- 3✒Schutzvertrag — um 1612 · die Abdallab werden Vasallenkönige
In Kürze
Badi kehrte als König nach Sennar zurück, wie Idris es vorausgesagt hatte. Im Norden hielten Ajibs Söhne noch aus. Idris ging mit freiem Geleit zu ihnen und holte sie heim, und ein Vertrag, den er vermittelte und der als Schutzvertrag in Erinnerung blieb,3 besiegelte den Frieden. Einer der Söhne Ajibs, Muhammad al-Aqil, wurde Scheich in Qarri. Die Abdallab behielten alles Land nördlich des Zusammenflusses der beiden Nile, nun aber als Vasallenkönige Sennars. Dann wandte sich Badi gegen Äthiopien. Dessen Kaiser beherbergte Badis Vater noch immer in Chelga und hatte ihm einem Bericht zufolge einst eine Pauke geschickt, das Geschenk eines Königs an seinen Vasallen. Als Susenyos Badi goldene Armreifen und einen goldbeschlagenen Sattel sandte, antwortete Badi mit zwei lahmen alten Pferden, und seine Leute begannen, die Grenzposten des Kaisers zu überfallen. Badi starb um 1616, und sein Sohn Rabat erbte den Streit.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Badi schickte Idris mit freiem Geleit zu Ajibs Söhnen, und Idris holte sie heim. Der neue König nannte Idris seinen Scheich und bot ihm die Hälfte des Landes seines Reiches an. Idris lehnte ab, das sei den Nuba mit Gewalt genommenes Land, und erbat stattdessen das Recht, sich in allen Dingen beim König zu verwenden. Badi gewährte es.
Abd al-Raziq Abu Qurun kam unter Badis Herrschaft nach Dar al-Abwab, geschickt von seinem Meister Yaqub ibn Ban al-Naqa, um sich in al-Mashra al-Ahmar niederzulassen. Dort heiratete er, zeugte zwölf Söhne und verbreitete den Weg der Qadiriyya. Er war ein Gefährte des Idris, Sughayruns und Hasan wad Hassunas, und sein Wort hatte Gewicht bei den Häuptlingen der Jaali.
Der Vertrag, den Idris vermittelte und der bei den Abdallab als Schutzvertrag in Erinnerung blieb, ließ Ajibs Familie alles Land nördlich des Zusammenflusses, nun als Vasallen Sennars. Muhammad al-Aqil, Ajibs ältester Sohn, wurde Scheich in Qarri; die Überlieferung der Abdallab setzt vor ihn eine einjährige Herrschaft seines Bruders Othman.
Sughayrun, mit eigentlichem Namen Muhammad ibn Sarhan, stammte aus Tarnaj im Land der Shayqiyya, wo ihm sein Onkel mütterlicherseits, Ismail ibn Jabir, die Lehrerlaubnis erteilt hatte. Die Verwandten seines Vaters, neidisch, weil er den Lehrstuhl seiner Onkel innehatte, hetzten Zimrawi, den König der Shayqiyya, gegen ihn auf. Er folgte Badi nach Süden und erbat vom König nur ein Gehöft, eine Wasserstelle am Fluss und einen Begräbnisplatz, in al-Qoz in Dar al-Abwab; dort baute er seine Moschee.
Abd al-Rahman wad Hamadtu hatte mit Sughayrun bei Ismail ibn Jabir studiert und mit ihm den ägyptischen Gelehrten al-Banufari besucht, der Sughayrun für befähigt hielt zu lehren und Abd al-Rahman, Rechtsgutachten zu erteilen. Er kam in denselben Jahren nach Süden; Sughayrun benannte die nahe Lichtung al-Fajija nach seinen Brüdern. Als Mufti seiner Zeit in Erinnerung geblieben, bildete er die Rechtsgelehrten Hamad ibn al-Aghbash und Ibrahim al-Faradi aus.
Zurück in Sennar wandte sich Badi gegen Äthiopien, das seinen Vater noch immer als Vasallen des Kaisers in Chelga hielt. Als Susenyos ihm goldene Armreifen und einen goldbeschlagenen Sattel sandte, antwortete Badi mit zwei lahmen alten Pferden, und seine Leute begannen, die Grenzposten des Kaisers zu überfallen. Er starb um 1616, und sein Sohn Rabat erbte den Streit.
Aleb, Statthalter von Mazaga, einer äthiopischen Provinz am Atbara, floh mit seinen Pferden und der Pauke der Provinz nach Sennar. Susenyos protestierte und verlangte wenigstens die Pauke zurück; Badi antwortete nicht. Bruce, der ihn Alico nennt, macht viel Aufhebens von diesem Übertritt; die Chronik des Kaisers führt ihn als einen Beschwerdepunkt unter mehreren.
Susenyos hatte nun eine ganze Liste von Beschwerden: die beleidigenden Pferde, den Überläufer Aleb mit seiner Pauke, die Überfälle auf seine Grenzposten und Dorfbewohner, die vor seiner Strafe in das Fundsch-Dorf Sarki geflohen und dort misshandelt worden waren. Jede einzelne hätte sich beilegen lassen; keine wurde beigelegt. Die Abrechnung traf nicht Badi, sondern seinen Sohn.
Der Norden war unter der Krone befriedet, entlang des Blauen Nils hatten sich Gelehrte niedergelassen, und an der Ostgrenze lag der Krieg in der Luft.
Die Raubzüge des Kaisers
- 4†Ein Bischof stirbt in Gefangenschaft — vor 1618 · Abba Yeshaq
- 5⚔Sarki — 1618 · als äthiopischer Sieg verbucht
In Kürze
1618 zog Susenyos in den Krieg. Den Vorwand lieferte ein Bischof, der aus Alexandria nach Äthiopien geschickt worden und nach langer Festsetzung in Sennar gestorben war.4 Der Bruder des Kaisers überfiel Rabats Grenzbezirke. Rabats Hauptleute schlugen zurück und töteten einen der muslimischen Vasallen des Kaisers. Nur ein einziges Mal trafen die beiden Heere aufeinander, bei Sarki,5 einem Grenzdorf an der Karawanenstraße; die Chronik des Kaisers behauptet, Rabats Leute hätten sich zur Flucht gewandt. 1619 schickte Susenyos drei Heere aus. Eines plünderte das Land am Atbara und schleppte die Kriegspauken seines Herrschers fort; ein zweites fiel in Taka ein; ein drittes plünderte die Grenzdörfer, die schon im Vorjahr überfallen worden waren. Dann wandte er sich gegen Fatima, die Königin von Arom, deren Marktstadt an der Karawanenstraße von Suakin lag und die Sennar Tribut zahlte. Der Bahr Negasch Gabra Maryam zog von Shire aus gegen sie. Sie ergab sich und wurde zu Susenyos nach Danqaz gebracht. Auf die Frage, warum sie ihm keinen Tribut zahle, antwortete sie, die Fundsch, die stärker seien als er, hätten sie bezwungen. Susenyos legte ihr einen jährlichen Tribut auf und schickte sie nach Hause. Bis an Sennar selbst kamen seine Heere nie heran, und danach hielten die beiden Reiche über ein Jahrhundert lang Frieden.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Abba Yeshaq, ein Bischof, der aus Alexandria geschickt worden war, um die Christen Äthiopiens zu betreuen, wurde unterwegs in Sennar aufgehalten und dort lange festgehalten, vielleicht ein Jahr oder länger. 1618 erreichte Susenyos die Nachricht, er sei im Land Sennar gestorben. Der Kaiser nahm seinen Tod zum Kriegsgrund.
Rabat folgte seinem Vater Badi um 1616 nach. Als Za Giyorgis, der Bruder des Susenyos, im Sommer 1618 Rabats Grenzbezirke überfiel, schickte Rabat seine Hauptleute zur Verteidigung von Sarki, dem Fundsch-Dorf an der Karawanenstraße nach Äthiopien. Sie griffen das Dorf Changa an und töteten Mohammed Seid, einen der muslimischen Vasallen des Kaisers.
Susenyos zog nach Bad, blieb aber im Hintergrund und schickte Yonael, den Statthalter von Begemder, gegen Sarki. Bei dem einzigen Zusammentreffen der beiden Heere, so die Chronik des Kaisers, wandten sich Rabats Leute zur Flucht, und 326 von ihnen fielen. Zwischen November 1618 und März 1619 plante er einen Raubzug entlang der ganzen Grenze, vom Blauen Nil bis Kassala, in drei Kolonnen.
Malkea Krestos und Yonael führten die größte Abteilung in Richtung Dabarki am Dinder, rund 110 Kilometer von Sennar entfernt. Dorthin gelangten sie nie, plünderten aber Grenzdörfer und erstürmten die Bergfestung Abromla, deren König sie Susenyos mit einem Strick um den Hals vorführten. Auf einem zweiten Raubzug im Mai 1619 schlug Malkea Krestos die Bagara-Hirten der Atbara-Ebene und kehrte mit reicher Beute an Rindern heim.
Walda Hawaryat, der Schwiegersohn des Kaisers, marschierte mit Galla- und türkischen Hauptleuten neunzehn Tage von Danqaz in das Land am Atbara. Dessen Herrscher Haket floh, und die Kolonne schleppte Kamele und drei Paar Pauken fort. Auf dem Raubzug im Mai preschte er allein voraus, fand Haket erneut verschwunden und wurde gerügt, weil er seinen Gefährten im Stich gelassen hatte. Das Land am Atbara leerte sich; seine Bewohner flohen nach Sennar.
Takla Giyorgis, der Herr von Tigray, wurde mit den Männern seiner Provinz gegen Taka geschickt, die Gegend um das heutige Kassala. Die Chronik sagt nur, er habe dort Krieg geführt und sei nach Tigray heimgekehrt. Die Leute von Taka und vom Atbara waren vor den Raubzügen gewarnt worden und abgezogen, sodass er wohl wenig erbeutete.
Dann wandte sich Susenyos gegen Fatima, die Königin von Arom, deren Marktstadt an der Karawanenstraße von Suakin die Leute vom Atbara und von Taka versorgte. Der Bahr Negasch Gabra Maryam zog mit den Männern von Shire gegen sie. Sie versteckte sich; er wartete elf Tage und drohte, dort zu überwintern und ihr Vieh aufzuessen, und sie ergab sich. Im September 1619 brachte er sie nach Danqaz.
Fatima war alt und zu gebrechlich, um zu stehen, und man hieß sie sich setzen. Gefragt, warum sie keinen Tribut zahle, sagte sie, seit Langem habe niemand danach verlangt, und die Fundsch, „die stärker sind als du“, hätten sie bezwungen. Sie bestritt, Atbara und Taka vor den Raubzügen gewarnt zu haben. Susenyos legte ihr einen jährlichen Tribut auf und schickte sie nach Hause. Rabat hatte nichts getan, um sie zu schützen.
Die Raubzüge verwüsteten Sennars östliches Grenzland, kamen aber nie in die Nähe der Hauptstadt, und danach hielten die beiden Reiche über ein Jahrhundert lang Frieden.
Badi der Bärtige
- 6⚔Krieg gegen die Schilluk — um 1650 · Sieg der Fundsch
- 7⌂Eine feste königliche Hauptstadt — Herrschaft Badis II. · ältestes Dokument 1654
In Kürze
Rabat regierte fast dreißig Jahre. Als er um 1644 starb, bestieg sein Sohn Badi den Thron. Die Fundsch erinnerten sich an ihn als Abu Diqn, „den Bärtigen“, einen König, berühmt für seinen Mut und seine offene Hand. Um 1650 führte er, nach einer Zählung, ein Heer den Weißen Nil hinauf gegen die Schilluk und schlug sie in die Flucht.6 Unter Badi wurde Sennar zur festen königlichen Hauptstadt,7 und aus seiner Regierung sind die ersten schriftlichen Dokumente erhalten; das älteste bekannte stammt von 1654. Im Norden herrschten die Abdallab noch immer von Qarri aus, doch als Leute des Königs. 1659 ritt ihr Scheich Mismar, ein Enkel Ajibs, nach Norden und wütete unter den Notabeln von Dongola. Es war der König von Sennar, der ihn absetzte und das Scheichtum einem anderen Enkel Ajibs gab. 1606 hatte ein Abdallab-Scheich einen König von Sennar ins Exil getrieben, und Äthiopien hatte diesen König als Vasallen aufgenommen. Um 1660 setzte der König in Sennar die Abdallab-Scheichs ein und ab, und die Raubzüge Äthiopiens waren gekommen und vergangen.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Nach 1619 blieb die Ostgrenze ruhig, und Rabat regierte fast dreißig Jahre. Ende der 1620er-Jahre erreichte ein junger äthiopischer Flüchtling seinen Hof und gab sich als Sohn des Kaisers Yaqob aus, dessen Linie Susenyos verdrängt hatte: ein Flüchtling aus Äthiopien in Sennar, so wie einst ein gestürzter König von Sennar in Chelga.
Saga Krestos wurde in Sennar gut aufgenommen. Er lernte dort Arabisch und erhielt den Namen Khalil, doch ein Plan, ihn mit der Tochter des Königs zu verheiraten, hätte verlangt, dass er Muslim wurde, und er floh. Er zog weiter nach Ägypten, erreichte Anfang 1632 Kairo und starb 1638 in Frankreich, von vielen für einen Hochstapler gehalten.
Muhammad al-Aqil hielt Qarri unter dem Vertrag; die Überlieferung der Abdallab gibt ihm etwa fünfundzwanzig Jahre, bis um 1636. Laut den Tabaqat übernahm danach sein Sohn Khidr die Scheichswürde und wurde binnen sechs Monaten abgesetzt. Crawford findet in diesen Jahren mehrere kurze Herrschaften zusammengedrängt, deren Reihenfolge sich nicht festlegen lässt.
Abdallah al-Brins, ein weiterer Sohn Muhammad al-Aqils, folgte nach. Die Überlieferung der Abdallab gibt ihm etwa siebzehn Jahre, von um 1636 bis um 1653, und erinnert sich an seine Herrschaft als goldenes Zeitalter. Die Scheichswürde blieb unter den Enkeln Ajibs, nun als Vasallen Sennars.
Sughayrun lehrte etwa fünfzehn Jahre in al-Qoz. Im Sterben wog er seine Neffen und Söhne gegeneinander ab, wählte al-Zayn, den jüngsten und gelehrtesten, und bat, ihn nicht zu begraben, bevor Abd al-Raziq Abu Qurun gekommen sei. Abd al-Raziq kam und hieß al-Zayn das Totengebet leiten. Al-Zayn führte die Schule rund fünfzig Jahre lang, mit bis zu tausend Schülern, und starb 1675/76.
Madani, Sohn von Sughayruns Bruder Umar, hatte das Recht bei seinem Onkel so gründlich gelernt, dass man ihn al-Hajar nannte, „den Fels“; er heiratete Sughayruns Tochter Rabia. Nach Sughayruns Tod übertrug ihm al-Zayn die erste Lehrstunde des Tages in der Moschee, bis Sughayruns Sohn Ibrahim alt genug wäre, sie selbst zu übernehmen.
Ibrahim, Sughayruns Sohn, lernte bei Madani das Rechtskompendium des Khalil von Anfang bis Ende und wurde nach seinem Lehrer al-Hajar genannt. Dann übernahm er selbst die erste Lehrstunde und unterrichtete später zusammen mit al-Zayn dessen Sohn Muhammad al-Azraq. Die Schule brachte ihre Lehrer nun innerhalb der Familie selbst hervor.
Daf Allah, 1594/95 in die Araki-Familie heiliger Männer geboren, hatte bei Ibrahim al-Faradi Recht studiert. Idris schickte ihn weiter zu Sughayrun. Als er den Kurs beendet hatte, schor ihm Sughayrun den Kopf, wand ihm einen Turban, gab ihm vier Schüler mit und schickte ihn heim: „Geh zu deinen Leuten, wohne nahe am Fluss, nicht in der Wüste, und lehre.“
Muhammad wad Dawud, den Daf Allahs Onkel Abdallah al-Araki auf dem Sterbebett zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, kam aus Hillat Ajib mit den Bannern und Gewändern der Araki-Scheichs. „Deine Väter haben sie für dich bei mir gelassen“, sagte er zu Daf Allah, und wies ihn an, sich in Abu Haraz niederzulassen, wo dieser eine Moschee und Lehrräume baute.
Daf Allah sagte, er habe nie Theologie studiert. Wad Dawud ließ seinen eigenen Schüler Ali wad Barri kommen, der bei Sughayrun Recht und bei Husayn Abu Shaar Theologie studiert hatte, und Ali kam nach Abu Haraz, um ihn zu unterrichten. Später schrieb Ali zwei Kommentare zum Glaubensbekenntnis des al-Sanusi, die in der ganzen Region gelesen wurden.
Idris sagte dem Kaufmann al-Hajj Said, der Prophet befehle ihm, Daf Allah eine Moschee zu bauen. Said schwor, er werde es nicht tun, wenn der Prophet es ihm nicht selbst sage; nach dem Bericht der Tabaqat sah er ihn daraufhin im Traum. Als erfahrener Händler holte er Bauholz mit den Booten des Fundsch-Königs herbei, baute die Moschee samt Dach und stattete sie mit zwölf Sklaven und Ackerland aus.
Hasan wad Hassuna, Enkel eines andalusischen Siedlers, hatte etwa zwölf Jahre in Arabien, Ägypten und Syrien verbracht. Zu Hause wuchsen seine Herden; er ließ ein großes Wasserbecken graben, an dem Ali wad Barri einmal ein Jahr lang arbeitete, und hielt der Überlieferung nach fünfhundert berittene Sklaven mit silberbeschlagenen Schwertern, die Pferde nach Taqali, Darfur und Sennar verkauften. Sein Gehöft soll so groß gewesen sein wie das des Königs.
Während Rabat in Frieden regierte, machten die Schüler des Idris und Sughayruns zwei Dörfer, al-Qoz und Abu Haraz, zu Schulen, die die nächste Generation ausbildeten.
Rabat starb um 1644, und sein Sohn Badi bestieg den Thron, als Abu Diqn, „der Bärtige“, für Mut und Freigebigkeit in Erinnerung geblieben. Um 1650 führte er, nach einer Zählung, ein Heer den Weißen Nil hinauf gegen die Schilluk und schlug sie in die Flucht. Unter ihm wurde Sennar zur festen königlichen Hauptstadt, und die schriftlichen Dokumente seiner Regierung setzen ein; das älteste bekannte stammt von 1654.
Daf Allah ging kein einziges Mal nach Sennar. Als König Badi, Rabats Sohn, ihn sprechen wollte, ritt der König selbst nach Abu Haraz, um ihn zu besuchen und seinen Segen zu empfangen. Daf Allah gründete Moscheen in der ganzen Gezira und stattete sie mit Land und Sklaven aus, lehrte etwa siebzig Jahre lang und starb 1683 im Alter von einundneunzig Jahren.
Badi, Rabats Sohn, ehrte Hasan wad Hassuna und gewährte ihm bei einer Begegnung jede Bitte. Aus Hasans Sklaven waren ganze Dörfer geworden, und so viele Besucher brachten Gaben, dass ein Pferch für die Erstlinge der ihm geschenkten Herden gebaut wurde. Er starb 1664/65, als ein Gewehr, mit dem er in seinem Wasserbecken auf ein Krokodil schoss, in seiner Hand zerbarst.
Arbab, Sohn des Ali ibn Awn, studierte bei al-Zayn in al-Qoz Recht und bei Ali wad Barri, dem er diente, Theologie. Nach dem Tod seines Lehrers lehrte er selbst Theologie, schrieb eine Abhandlung über die Glaubensartikel, al-Jawahir, und wurde so sehr mit dem Fach gleichgesetzt, dass man ihn Arbab al-Aqa'id nannte, „Arbab der Glaubenssätze“. Er starb 1690/91 in Sennar.
Nach der Liste der Abdallab folgte Hajo, Sohn von Ajibs Sohn Othman, um 1653 auf Abdallah al-Brins und hielt Qarri etwa fünf Jahre. Das Amt wechselte hin und her zwischen den Nachkommen dreier Söhne Ajibs, Othman, Muhammad al-Aqil und Uraybi, und die Daten der Liste für diese Jahre beruhen auf Überlieferung.
Ajib II., Sohn von Ajibs Sohn Uraybi, folgte nach derselben Liste um 1658 auf Hajo. Er trug den Namen seines Großvaters, nicht aber dessen Macht: Er hielt Qarri als Vasall des Königs in Sennar, wie jeder Scheich seit dem Vertrag, den Idris vermittelt hatte.
Mismar, ein weiterer Sohn Uraybis, war 1659 Scheich, als er auf einer Reise nach Dongola unter dessen Notabeln wütete. Als ihm ein Häuptling eine Kuh brachte, die einem Schützling Ali wad Barris abgenommen worden war, schlug Mismar Alis Bitte um ihre Rückgabe aus, und Ali sagte seinen Sturz voraus. Die Leute des Königs von Sennar brachten Mismar nach Sennar und setzten ihn ab, und Ali, der Sohn Othmans, wurde an seiner Stelle Scheich.
Um 1660 setzte der König in Sennar die Abdallab-Scheichs ein und ab und ritt selbst zu den heiligen Männern hinaus, statt sie zu sich zu rufen.
Wer ist wer
Die Fundsch-Könige von Sennar
Die Abdallab-Scheichs von Qarri
Äthiopien unter Susenyos
Andere
Zeittafel
- 1⚔Karkoj — 1611/12 · Sieg der Fundsch · Ort umstritten 1607–1612
- 2⚑Adlan abgesetzt — um 1611/12 · vom eigenen Heer 1607–1612
- 3✒Schutzvertrag — um 1612 · die Abdallab werden Vasallenkönige 1612–1617
- 4†Ein Bischof stirbt in Gefangenschaft — vor 1618 · Abba Yeshaq 1618–1619
- 5⚔Sarki — 1618 · als äthiopischer Sieg verbucht 1618–1619
- 6⚔Krieg gegen die Schilluk — um 1650 · Sieg der Fundsch 1619–1660
- 7⌂Eine feste königliche Hauptstadt — Herrschaft Badis II. · ältestes Dokument 1654 1619–1660
Quellen
- O. G. S. Crawford, The Fung Kingdom of Sennar (1951): Ajib und Karkoj (Kap. XV), der erste Krieg mit Abessinien nach der Chronik des Susenyos (Kap. XVI), Badi II. (Kap. XVII), Chronologie (Anhang) — Quelle
- P. M. Holt, The Sudan of the Three Niles: the Funj Chronicle 910–1288/1504–1871 (1999), S. 7–10: Adlan, Karkoj, das freie Geleit des Idris, Badi Abu Diqn und die Schilluk — Quelle
- H. A. MacMichael, A History of the Arabs in the Sudan, Bd. 2 (1922): die Tabaqat des Wad Dayf Allah – die Prophezeiungen des Idris an Ajib und Badi (Nr. 141), Adlans Absetzung bei Mushu (Nr. 241), Mismar im Jahr 1659 und seine Absetzung (Nr. 58, 66) — Quelle
- Funj Sultanate – Wikipedia (O'Fahey & Spaulding, Kingdoms of the Sudan, 1974; Spaulding & Abu Salim, Public Documents from Sinnar, 1989): Ajibs Einfall, der Vertrag mit den Abdallab, die lahmen Pferde, Sennar als feste Hauptstadt, das Dokument von 1654 — Quelle
- Abdallabi tribe – Wikipedia (Holt & Daly, A History of the Sudan): Ajib, der Manjilak, Qarri, Karkoj und die Amnestie — Quelle
- Susenyos I – Wikipedia: Thronbesteigung bei Gol (1607), die Vasallenschaft Abd al-Qadirs, der Krieg mit Sennar, Fatima in Danqaz — Quelle
- Badi I – Wikipedia (Weld Blundells Royal Chronicle; Bruce): die Geschenke des Susenyos und Badis Antwort — Quelle
- Badi II – Wikipedia (Beswick 2014: der Krieg gegen die Schilluk um 1650; Spaulding & Abu Salim 1989) — Quelle
- Rabat I – Wikipedia (Pankhurst, The Ethiopian Borderlands): der festgehaltene Bischof und der Krieg von 1618–19 — Quelle
Jede Aussage im Text wurde an den obigen Quellen geprüft. Grenzen: historical-basemaps (A. Ourednik, GPL-3.0), der Stand um 1783, vereinfacht — schematisch, die richtigen Staaten ungefähr an den richtigen Orten. Land, das den Besitzer wechselte: moderne Provinzen (Natural Earth) oder spätere Stände anstelle der historischen Grenzen. Land, Seen und Flüsse: Natural Earth. Porträts: unten mit Urheber, Lizenz und Quelle nachgewiesen.
Porträts
- Saga Krestos — Giovanna Garzoni · Public domain — Commons
- Susenyos — Alberto Pollera (1873 – 1939) · Public domain — Commons
- Unsa I. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Ajib al-Manjilak — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abd al-Qadir II. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Adlan I. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Badi I. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Idris wad al-Arbab — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad al-Aqil — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Rabat I. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Fatima — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Gabra Maryam — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Badi II. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Mismar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Aleb — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abba Yeshaq — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Malkea Krestos — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Walda Hawaryat — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Takla Giyorgis — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Sughayrun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abd al-Rahman wad Hamadtu — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- al-Zayn — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Madani al-Hajar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Ibrahim al-Hajar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Daf Allah al-Araki — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad wad Dawud — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Ali wad Barri — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- al-Hajj Said — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Hasan wad Hassuna — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abd al-Raziq Abu Qurun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Arbab al-Aqa'id — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abdallah al-Brins — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Hajo — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Ajib II. — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Nile Valley painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration