Timbuktu, 1600–1660
Wie kam die Garnison, die Marokko zur Sicherung des Nigers geschickt hatte, dazu, ihre Paschas selbst zu wählen und in Dendi Könige einzusetzen?
▶ Den erzählten Atlas ansehen (englischer Sprecher) · 7 Min.Das Land im Jahr 1660, in den Farben derer, die es hielten. Schraffiert: Land, das zwischen 1600 und 1660 den Besitzer wechselte.
In jedem Abschnitt unten entsprechen die nummerierten Ereignisse auf der Karte der Liste darunter und den Markierungen im Text; nichts bewegt sich.
Die Abschnitte
Die Männer des Sultans am Niger
- 1⚔Tondibi — März 1591 · marokkanischer Sieg
- 2◆Der Befehlshaber in Ketten fortgeschickt — Mai 1600
- Dendi, die freien Songhai → Die Songhai-Askias von Dendi
In Kürze
Im Jahr 1600 war Timbuktu die Hauptstadt einer marokkanischen Provinz am Niger. Neun Jahre zuvor hatte Sultan Ahmad al-Mansur ein Heer von Musketieren durch die Sahara geschickt, und es hatte bei Tondibi das Songhai-Reich zerschlagen.1 Flussabwärts, in Dendi, hielt sich das Königshaus der Songhai unter eigenen Askias. Al-Mansur beherrschte den Fluss durch Paschas, die er aus Marrakesch schickte, und mit seinem Pascha Ammar al-Fata hatte er die Geduld verloren: Ammar ließ einen gewalttätigen Befehlshaber in seinem Namen herrschen. Also schickte der Sultan Sulayman Pascha mit 500 Musketieren, um ihn abzulösen. Sulayman erreichte Timbuktu im Mai 1600. Bei seiner ersten Audienz ließ er den Befehlshaber festnehmen2 und in Ketten nach Marrakesch schicken; Ammar wurde mit einer gewissen Achtung festgehalten und hinterhergeschickt. Sulayman ließ seine Soldaten außerhalb der Stadt lagern und hielt sie nachts dort fest. 1603 starb al-Mansur in Fès an der Pest, und seine Söhne kämpften um Marokko. Sulayman, so die Chronik, hielt die Nachricht ein Jahr lang geheim. Dann schickte einer der Söhne einen neuen Pascha durch die Wüste: Mahmud Lonko.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Ahmad al-Mansur hatte 1591 das Songhai-Reich erobert und regierte den Niger durch Paschas, die er aus Marrakesch schickte. Als man ihm meldete, sein Pascha Ammar al-Fata lasse den Kaid al-Mustafa al-Fil in seinem Namen herrschen, setzte er Ammar ab und befahl dem neuen Pascha, beide nach Marrakesch zu schicken, al-Mustafa in Ketten.
Al-Mansur starb im August 1603 an der Pest, und seine Söhne kämpften um Marokko. Abu Faris, in Marrakesch ausgerufen, hielt den Süden des Landes gegen seinen Halbbruder Zaydan. Sobald die Nachricht von seiner Thronbesteigung Timbuktu erreichte, rief er Sulayman zurück und schickte einen neuen Pascha durch die Wüste: Mahmud Lonko.
Ammar al-Fata, ein Renegat, der mit dem Eroberungsheer gekommen war, war seit 1599 Pascha. In wenig mehr als einem Jahr ließ er zu, dass der Kaid al-Mustafa al-Fil, wie es in der Chronik heißt, zum Verteiler der Macht wurde. 1600 abgesetzt, wurde er mit einer gewissen Achtung festgehalten und nach Marrakesch geschickt; 1618 sollte er als Gesandter des Sultans zurückkehren.
Al-Mustafa al-Fil war, so die Chronik, tyrannisch, gewalttätig und niemandem Rechenschaft schuldig. Sulaymans Ratgeber brachten ihn davon ab, al-Mustafa gleich bei der Ankunft zu verhaften, weil sie einen Aufruhr fürchteten; stattdessen ließ Sulayman ihn bei seiner ersten Audienz an der Tür ergreifen, ihm die prächtigen Kleider abnehmen, ihn in Ketten legen und zum Sultan schicken.
Sulayman Pascha erreichte Timbuktu am 19. Mai 1600 mit 500 Musketieren oder mehr. Er baute sich ein Haus außerhalb der Stadt, ließ seine Soldaten ringsum lagern und jeden Soldaten, den man nach Sonnenuntergang in der Stadt antraf, prügeln. Als al-Mansur starb, hielt er die Nachricht ein Jahr lang geheim, bis die Kunde von der Thronbesteigung des Abu Faris eintraf.
Al-Hasan ibn al-Zubayr, der Amin des Sultans, verwahrte den königlichen Schatz. Sulayman ertappte ihn dabei, wie er daraus stahl, ließ die Gelder in die Kasba bringen und schrieb nach Marrakesch; al-Mansur befahl, das Geld seinem Amin zurückzugeben, nachdem sich der Kaid Azzuz am Hof für al-Hasan eingesetzt hatte. Der Schatzmeister behielt seinen eigenen Zugang zum Sultan.
Askia Nuh, ein Sohn des Askia Dawud, hatte das Königshaus der Songhai nach Tondibi flussabwärts am Leben erhalten und sieben Jahre lang von Dendi aus gegen die Paschas gekämpft. Um 1599 setzte ihn sein eigenes Volk ab, eines Königs müde, der ständig im Krieg war, und machte seinen Bruder al-Mustafa zum Askia.
Al-Mustafa, ein weiterer Sohn des Askia Dawud, befahl seinem Bruder Muhammad Sorko-ije, Nuh zu verfolgen und aus dem Reich zu vertreiben, und gab ihm dafür die besten Truppen des Heeres. Die Streitmacht, die er seinem Bruder in die Hand gab, war dieselbe, die ihn stürzte.
Muhammad Sorko-ije führte die ausgewählten Truppen hinaus, wandte sie dann gegen al-Mustafa, setzte ihn ab und bestieg den Thron. Lange hielt er ihn nicht: Eines Nachts, so die Chronik, hörte er spielende Kinder, hielt den Lärm für einen Aufstand der Songhai gegen ihn und floh aus der Stadt.
Harun Dankataya, ebenfalls ein Sohn des Askia Dawud, wurde an seiner Stelle gewählt und herrschte über Dendi, bis er um 1611 im Amt starb. Unter ihm schlug Dendi gegen das Paschalik zurück: Sein Flottenführer überfiel 1608 die Städte am Fluss, und sein Dendi-fari fiel 1609 in das Land von Djenné ein.
Noch setzte Marokko die Paschas von Marrakesch aus ein und ab, während Dendis Prinzen einander einen Thron streitig machten, an den die Paschas nicht heranreichten.
Der Mann aus Tendirma
- 3◆Tendirma an Ali vergeben — um 1605 · mit allen Einkünften
- 4◆Das Heer schwört gegen Ali — unter Lonko
- 5†Der Befehlshaber aus Fès getötet — 25. April 1608 · auf Lonkos Befehl
- 6♛Ali übernimmt das Paschalik — 11. Okt. 1612 · von keinem Sultan ernannt
In Kürze
Mahmud Lonko übernahm die Provinz im Juli 1604. Bald darauf vergab der neue Sultan die Stadt Tendirma3 flussaufwärts mit all ihren Einkünften an den Befehlshaber Ali al-Tilimsani. Ali nahm sie in Besitz, indem er ihrem Statthalter ausrichten ließ, er werde seinen Kopf verlieren, wenn er bleibe. Als ein anderer Offizier zu ihm floh, weigerte sich Ali, ihn auszuliefern, und Lonko ließ das ganze Heer schwören, niemals bei Ali Zuflucht zu suchen.4 Dann wandte sich der Befehlshaber der Abteilung von Fès gegen Lonko und stellte sich ihm bei jedem Schritt in den Weg. Ein Ratgeber warnte den Pascha, Ali nicht gegen ihn zu Hilfe zu rufen: Ali werde sich mit nichts Geringerem begnügen als mit dem Sitz des Paschas selbst. Lonko rief ihn trotzdem und befahl ihm, den Befehlshaber zu töten. Im April 1608 erschlugen Alis Männer den Befehlshaber5 vor seiner Tür. Lonko gab Ali freie Hand, und viereinhalb Jahre lang geschah nichts ohne seinen Befehl. Im Oktober 1612 setzte Ali Lonko ab und übernahm das Amt selbst.6 Lonko gratulierte ihm und warnte, er habe eine Tür geöffnet, durch die er auf demselben Weg wieder hinausgehen werde. Kein Sultan hatte Ali zum Pascha ernannt.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Mahmud Lonko erreichte Timbuktu im Juli 1604 mit 300 Soldaten oder mehr, die meisten aus dem Land der Massa, und traf mitten in der Totenfeier für den Askia ein. Abu Faris vergab bald Tendirma mit allen Einkünften an den Kaid Ali al-Tilimsani, und als Ali einem Offizier Schutz gewährte, der mit dem Schatzmeister im Streit lag, ließen Lonko und der Schatzmeister das ganze Heer schwören, niemals bei ihm Zuflucht zu suchen.
Mu'allim Sulayman al-'Arfawi wurde vom Schatzmeister al-Hasan zum Generalleutnant des Bataillons von Fès gemacht. Danach tat er nichts anderes, als Lonko Steine in den Weg zu legen. Der Kaid Mami ibn Barrun warnte den Pascha, Sulayman sei ein kläffender Hund, dem man einen Knochen hinwerfen müsse, Ali dagegen werde, einmal gerufen, den Sitz des Paschas selbst wollen.
Ali al-Tilimsani kam auf Lonkos Ruf aus Tendirma und erhielt den Befehl, Mu'allim Sulayman zu töten; am 25. April 1608 erschlugen ihn Alis Gefährten vor seiner Tür. Lonko gab Ali freie Hand. 1609 entsetzte Ali Kobbi, stürmte die Stadt des Sorya und verschonte den Jenne-koy; 1610 nahm er Ahmad ibn Yusuf das Kommando in Djenné ab. Viereinhalb Jahre lang geschah nichts ohne seinen Befehl.
Askia Sulayman, ein Sohn des Askia Dawud, hatte den Paschas als Askia von Timbuktu gedient und die Songhai befehligt, die unter ihnen lebten. Er starb im Juli 1604 in El-Fa'-Konko und wurde auf dem Friedhof von Sankore begraben; der neue Pascha Lonko ritt während der Totenfeier in Timbuktu ein und verlangte, das Gesicht des Toten zu sehen.
Harun ibn al-Hajj, der Balama', wurde von Lonko zum Askia gemacht. Mitte 1608 zog er mit Ali gegen den Vorstoß aus Dendi; bei Ankaba erhoben sich seine eigenen Songhai gegen ihn, ließen sich beruhigen, rebellierten zurück in Timbuktu jedoch erneut und erzwangen seine Absetzung. Der Schatzmeister hielt ihn in Ehren, bis er acht Jahre später starb.
Bokar Kanbu ibn Ya'qub folgte Harun als Askia und ritt 1609 und 1610 mit Alis Kolonnen nach Djenné. Eifersüchtig auf den Kala-sha'a Muhammad, der mehr Ansehen genoss als er, redete er Lonko immer wieder ein, der Kala-sha'a habe den Aufstand angezettelt und den Dendi-fari ins Land gerufen.
Seyyid Karay-ije, der Hi-koy oder Herr der Flotte, kam 1608 im Namen des Askia Harun Dankataya flussaufwärts, um die Flussvölker anzugreifen, die den Marokkanern unterstanden. Ali zog im Juli aus, hielt sich aber vom Fluss fern, wandte sich stattdessen gegen den Fondoko von Sanqara und den Herrn von Masina und kehrte mit 6000 Stück Vieh zurück.
Bar, der Dendi-fari, überquerte mit einem großen Heer den Fluss und schlug im Mai 1609 bei Tirfoi sein Lager auf. Benbas eigener Gefolgsmann Ansa-Man warnte ihn heimlich, die Leute von Djenné hielten keine Versprechen, und Bar schwenkte in Richtung Gourma ab. Bei Kobbi trieb er den Kaid Ahmad ibn Yusuf in die Festung, nahm sein Lager und die Boote von Djenné und begann die Belagerung.
Al-Amin, ein weiterer Sohn des Askia Dawud, folgte Harun Dankataya um 1611 nach und herrschte sieben Jahre; die Chronik lobt ihn dafür, dass er in einer Hungersnot die Armen speiste. 1612 schickte er Seyyid Karay-ije, nun Dendi-fari, an der Spitze eines großen Heeres gegen Ali al-Tilimsani.
Karay-ije traf bei Chirko-Chirko, tief im Land der Binka, auf Alis Heer; die beiden Heere standen einander gegenüber und trennten sich ohne Kampf. Es hieß, Ali habe ihm über Askia Bokar, den Bruder seiner Mutter, Gold geschickt. Al-Amin warf ihm offen Bestechlichkeit vor; Karay-ije ging nach Hause, trank Gift und starb, und unter seinen Sachen fand man Gold.
Muhammad Benba, der Jenne-koy der Songhai, soll den Askia von Dendi 1609 eingeladen haben, ein Heer zu schicken, und versprochen haben, die Marokkaner aus dem Land von Djenné vertreiben zu helfen. Er zog den Sorya Musa und, wie es hieß, den Kala-sha'a Muhammad auf seine Seite; der Herr von Masina lehnte ab: Ein Herrscher sei der Hirte seines Volkes.
Ahmad ibn Yusuf al-'Ilji, Kaid von Djenné, schloss sich in der Festung Kobbi ein und schickte nach Timbuktu um Hilfe. Eine marokkanische Kolonne stieß Anfang Juni 1609 nahe dem Berg Kora auf Bar, wurde geschlagen und floh zum See Dabi, bis Alis Trommeln Entsatz ankündigten; daraufhin zog Bar heim. Acht Jahre später sollte das Heer Ahmad zum Pascha wählen.
Der blinde Sorya Musa hatte sich Benbas Bund angeschlossen. Am 14. Juni 1609 griffen seine Männer Alis Boote bei Kouba an; bei Sonnenuntergang war Ali in die Stadt eingedrungen, und als der Vorkämpfer des Sorya fiel, sagte der alte Mann, nun würden die Marokkaner ihren Willen bekommen. In Ketten nach Djenné gebracht, wurde er dort hingerichtet.
Benba ließ in seinem Haus einen Brunnen graben, um eine Belagerung zu überstehen, ging dann aber auf Befehl in Alis Lager. Ali machte ihm kaum Vorwürfe und ließ ihn heimgehen, zur Wut der Garnison von Djenné. 1610 belegte Ali ihn nur mit einer hohen Geldbuße, weil er meinte, seine Verhaftung werde das Land in Brand setzen; Benbas Leute zahlten sofort.
Den Kala-sha'a Muhammad richteten die Anschuldigungen des Askia Bokar zugrunde. Lonko befahl Ahmad ibn Yusuf, ihn hinzurichten; Ahmad versuchte ihn zu retten und bot 500 Mithqal für sein Leben, doch der Pascha lehnte ab. Die Chronik nennt es einen ungerechten Tod, das Werk von Feindschaft.
1607–08, so die Chronik, gewann Zaydan den Thron in Marrakesch und schickte Sulayman Pascha zurück, um im Sudan zu befehligen, doch Sulayman wurde kurz nach dem Aufbruch aus der Stadt getötet. Zaydan hielt außerdem ein Versprechen aus der Zeit seines Vaters, den verbannten Rechtsgelehrten Ahmad Baba heimkehren zu lassen, und bereute es dann.
Ahmad Baba, der führende Rechtsgelehrte Timbuktus, war 1594 nach der Eroberung nach Marokko verschleppt worden. Von Zaydan freigelassen, erreichte er Timbuktu im Frühjahr 1608 und lehrte dort bis zu seinem Tod im April 1627, in den Augen der Chronik der gelehrteste Mann seiner Zeit. Sein Sohn Muhammad sollte 1631 mit der Pilgerfahrt eines Paschas ziehen.
Der Pascha hatte einen Rivalen bewaffnet, um einen Streit zu gewinnen, und Dendi hatte gezeigt, dass es das Land von Djenné noch immer gegen die Garnisonen aufbringen konnte.
Das letzte Wort des Sultans
- 7⚑Ein selbsternannter Mahdi nimmt Marrakesch — 1612–1613
- 8⚑Das Heer setzt Ali ab — 13. März 1617 · in Ketten
- 9♛Haddu zum Pascha gewählt — Juli 1618 · von den Truppen
In Kürze
Unter Ali, so klagt die Chronik, wurden die Amtsträger überall in der Provinz zu Tyrannen. Als ein Rebell, der sich Mahdi nannte, Sultan Zaydan aus Marrakesch vertrieb,7 huldigte Ali dem Rebellen und zwang Timbuktu, es ihm gleichzutun. Gao blieb treu. Wenige Monate später war der Rebell tot und Zaydan wieder auf seinem Thron, und Timbuktu beeilte sich, ihm erneut zu huldigen. Zaydan beschloss, mit Ali abzurechnen. Im Januar 1617 kam es zum gewaltsamen Bruch zwischen dem Befehlshaber Haddu ibn Yusuf und Ali, und Alis Anhang schmolz dahin. Im März setzten die Truppen ihn ab,8 wählten einen anderen Pascha, legten Ali in Ketten und schrieben Zaydan eine Liste seiner Verbrechen. Die Antwort des Sultans kam ein Jahr später. Er schickte Ammar al-Fata, den 1600 abgesetzten Pascha, mit etwa 400 Musketieren und Befehlen für Ali erneut durch die Wüste. Der Offizier, der mit ihm kam, verlangte das Geld zurück, das Ali aus der Staatskasse genommen hatte, und folterte ihn, bis er starb. Im Juni war Ammar wieder abgereist. Seine Musketiere blieben am Niger: Es waren die letzten Soldaten, die Marokko durch die Wüste schickte. Im Juli machten die Truppen Haddu aus eigener Macht zum Pascha.9
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Ali al-Tilimsani setzte Lonko am 11. Oktober 1612 ab; Lonko gratulierte ihm und starb binnen weniger Wochen, vergiftet, wie es hieß. Als der selbsternannte Mahdi Abu Mahalli Zaydan aus Marrakesch vertrieb, huldigte Ali dem Rebellen und zwang Timbuktu und Djenné, es ihm gleichzutun; nur Gao blieb treu. Als Zaydan zurückkehrte, beeilte sich Timbuktu, ihm erneut zu huldigen.
Haddu ibn Yusuf al-Ajnasi geriet im Januar 1617 in heftigen Streit mit Ali. Ali verließ die Kasba mit 83 ergebenen Männern des Bataillons von Marrakesch, doch sein Anhang schmolz dahin, und am 13. März 1617 setzten die Truppen ihn ab, legten ihn in Ketten und schrieben Zaydan eine Liste seiner Diebstähle aus der Staatskasse.
Noch am selben Tag riefen die Truppen einstimmig Ahmad ibn Yusuf al-'Ilji zum Pascha aus, den ersten, den das Heer selbst wählte. Er regierte durch zwei Jahre der Hungersnot und Pest, in denen die Menschen in Timbuktu Aas und Tote aßen. Im Juli 1618 setzten die Truppen ihn ab; der nächste Pascha hielt ihn bis zu seinem Tod in Haft.
Im Juli 1618 machten die Truppen Haddu einstimmig zum Pascha. Er erließ den Leuten in jenem Jahr wegen der Verwüstungen der Hungersnot den Zehnten, und die Chronik erinnert sich an seine Herrschaft wie an einen leuchtenden Stern. Er starb am 17. Januar 1619, nach sieben Monaten.
Muhammad ibn Ahmad al-Massi wurde im Januar 1619 vom Heer gewählt. Er ließ den früheren Pascha Ahmad ibn Yusuf lebenslang einsperren, vergiftete einen Neffen, der ihn ermorden wollte, und erhob einen einfachen Bash-hud, Hammu ibn Ali al-Dar'i, zum Befehlshaber des Bataillons von Fès.
Hammu ibn Ali al-Dar'i ließ al-Massi und seinen Wesir am 4. November 1621 verhaften und übernahm die Macht, ohne den Palast des Paschas und, wie es scheint, ohne dessen Titel. Im Januar 1622 bestellte er Yusuf al-Qasri aus Djenné zu sich, um eine alte Rechnung zu begleichen; am 27. Januar erschoss ihn ein Mann aus dem Volk der Massa aus dem Gefolge al-Massis beim Gebet in der Moschee. Die Anführer des Heeres töteten daraufhin al-Massi und seinen Wesir.
Zaydan beschloss, mit Ali abzurechnen. Ein Jahr nach dem Brief der Truppen schickte er Ammar al-Fata mit etwa 400 Musketieren, dem Kaid Mami al-Turki und einem neuen Amin erneut durch die Wüste, mit Befehlen für den früheren Pascha. Es waren die letzten Soldaten, die Marokko an den Niger schickte.
Ammar al-Fata, der Pascha, den Sulayman 1600 heimgeschickt hatte, schlug am 27. März 1618 vor Timbuktu sein Lager auf; wenige Tage später wurde der Brief des Sultans in der Stadt verlesen. Er regierte nicht; im Juni 1618 war er mit dem alten Amin nach Marrakesch zurückgekehrt, und zwar, so die Chronik, reich und geehrt.
Mami al-Turki forderte von Ali das Geld, das er aus der Staatskasse genommen hatte, und folterte ihn, bis er starb. Die Musketiere, die mit ihm gekommen waren, wurden auf die Bataillone entlang des Flusses verteilt, und Mami wurde nach Gao geschickt, wo er bis zu seinem Tod blieb.
Al-Massis erste Amtshandlung als Pascha war es, Askia Bokar Kanbu nach rund zwölf Jahren zu entlassen und al-Hajj ibn Bokar Kishi'a einzusetzen. Al-Hajj hielt das Amt genau so lange, wie sein Gönner an der Macht blieb; als Hammu al-Massi festnahm, wurde auch er entlassen.
Muhammad Benkan, Sohn des Balama' Muhammad al-Sadiq und Enkel des Askia Dawud, wurde von Hammu aus Tendirma gerufen und zum Askia gemacht. Er sollte das Amt mit einer Unterbrechung von fünf Monaten bis zu seinem Tod 1642 innehaben und unter neun Paschas dienen.
Im Frühjahr 1618 rückte al-Amins Dendi-fari gegen Kobi vor, und Haddu führte die Truppen bis Asafay hinaus, um ihm entgegenzutreten; dann ließ der Hombori-koy melden, der Askia sei gefährlich krank, und das Heer von Dendi kehrte um. Al-Amin starb im Juli 1618, in dem Monat, in dem die Truppen Haddu wählten.
Dawud ibn Muhammad Bano, ein Enkel des Askia Dawud, bestieg den Thron. Die Chronik erinnert sich an ihn als einen Tyrannen, der fast täglich Verwandte und Heerführer hinrichten ließ und nicht ein einziges Mal sein Heer zu einem Raubzug ausführte. Sein Bruder Ismail sollte eines Tages vor ihm nach Timbuktu fliehen.
Zwischen 1617 und 1622 setzten die Truppen Paschas aus eigener Macht ab, wählten und töteten sie; die Männer des Sultans von 1618 waren die letzten, die Marokko schickte.
Ein Prinz bittet um Soldaten
- 10♛Dawud, Askia von Dendi — Juli 1618
- 11✒Frieden in Kukiya — um 1630 · durch eine Heirat besiegelt
- 12◆Gaos Soldaten mit Schmähungen heimgeschickt — um 1636
In Kürze
Flussabwärts regierten sich die Songhai-Askias von Dendi noch immer selbst. Im Juli 1618, in dem Monat, in dem die Truppen Haddu wählten, starb der Askia von Dendi, und sein Neffe Dawud ibn Muhammad Bano bestieg den Thron.10 Die Chronik von Timbuktu erinnert sich an Dawud als einen Tyrannen, der Verwandte und Heerführer hinrichten ließ. Um 1630 zog ein Pascha flussabwärts bis Kukiya und bot ihm Frieden an,11 wobei er um die Hand seiner Tochter anhielt. Dawud nahm an und schickte ein Mädchen aus seiner Familie flussaufwärts als Braut des Paschas. Um 1636 floh Dawuds Bruder Ismail, gewarnt, dass Dawud ihn töten wolle, nach Timbuktu und bat um ein Heer. Der Songhai-Prinz, der den Paschas als Askia von Timbuktu diente, Muhammad Benkan, riet ihm zunächst, die Sache aufzugeben. Als Ismail ihm vorwarf, ihn verleumdet zu haben, nahm sich Benkan seiner Sache an, und der Pascha befahl der Garnison von Gao, Ismail Soldaten zu stellen. Mit ihnen vertrieb Ismail seinen Bruder und bestieg den Thron. Dann schickte er die Soldaten mit Schmähungen nach Hause.12
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Yusuf ibn Umar al-Qasri, Kaid von Djenné, wurde am 29. Januar 1622 gewählt, zwei Tage nach den Morden. Wie Hammu behielt er den Titel eines Kaid und Hammus Haus. Die Chronik nennt seine fünf Jahre eine Zeit des Wohlstands. Er schickte Malluk ibn Zarqun nach Djenné und ersetzte ihn dann durch Ibrahim al-Jarrari, dessen zwei Jahre dort große Einnahmen brachten.
Ibrahim al-Jarrari wurde vom ganzen Heer gewählt, als Yusuf am 6. Mai 1627 abgesetzt wurde. Er erwies sich als schwach: Der geringste Soldat konnte Städter ungestraft ausplündern. Alles Geld, das er in Djenné eingetrieben hatte, gab er den Truppen in Timbuktu und nichts an Gao, und Gaos Zorn kostete ihn binnen eines Jahres sein Amt.
Ali ibn Abd al-Qadir, ein Generalleutnant, der Gao mit al-Jarrari versöhnen sollte, erhielt dort stattdessen das Versprechen des Paschaliks und wurde am 8. Mai 1628 zum Pascha ernannt. Er fuhr wie ein gezogenes Schwert unter die zuchtlosen Soldaten. Um 1630 schloss er Frieden mit Dendi und heiratete in die Familie des Askia ein; er wolle Frieden, sagte er, um die Pilgerfahrt antreten zu können.
Muhammad al-'Arbi regierte Timbuktu, während sein Bruder im September 1631 nach Mekka aufbrach; Räuber im Tuat zwangen Ali, sich freizukaufen und umzukehren. Zornig, dass Gao ihm fünfzig Soldaten für sein Geleit verweigert hatte, schickte Ali seinen Bruder als Kaid dorthin, um die Stadt zu bestrafen. Die Leute von Gao erhoben sich, legten ihn in Ketten und plünderten ihn aus.
Ali zog im Mai und Juni 1632 gegen Gao. Die Garnison von Djenné verabredete sich heimlich mit Gao zum Aufstand, und Gao schlug ihn in die Flucht und erbeutete sein Schatzboot und seine Konkubine. Nachdem Askia Benkan den Frieden vermittelt hatte, rüstete Ali zu einem zweiten Angriff; am 20. Juli erhoben sich seine Truppen bei Bouri und riefen Ali ibn al-Mubarak zum Pascha aus.
Ali ibn al-Mubarak al-Massi nahm die Insignien des Amtes an sich, ließ dann Ali ibn Abd al-Qadir verhaften und am 24. Juli 1632 in den Ställen enthaupten und seinen Leichnam zum Markt schleifen. Die Chronik sagt, die Truppen hätten ihn nur gewählt, weil sonst niemand dem alten Pascha die Stirn zu bieten wagte. Er hielt sich drei Monate und wurde nach Tendirma verbannt.
Muhammad Benkan, in Gao mit dem Gepäck des Paschas gefangen genommen, wurde von den Leuten von Gao in Ehren gehalten; sie baten ihn, um seines Segens willen bei ihnen zu leben. Er setzte sich für Muhammad al-'Arbi ein, rettete ihm das Leben und stiftete Frieden zwischen Gao und dem Pascha, bevor er nach Timbuktu zurückkehrte.
Malluk ibn Zarqun, seit 1628 erneut Kaid von Djenné, erhielt von Ali 700 Mithqal, um sich das Wohlwollen seiner Garnison zu erkaufen. Doch die Truppen von Djenné hatten sich bereits mit Gao zum Aufstand verabredet, und als am 2. Juli 1632 ein versöhnlicher Brief des Paschas eintraf, sahen sie darin Schwäche, erhoben sich und warfen seinen Beauftragten ins Gefängnis.
Um 1630 schlug Ali ibn Abd al-Qadir sein Lager in Kukiya auf und schickte Geschenke, bot Frieden an und bat um die Tochter des Askia. Dawud nahm an und gab die Tochter eines Verwandten; der Pascha schickte ein Boot, um sie zu holen, und das Vertrauen zwischen Askia und Pascha hielt, solange Ali regierte.
Ahmad ibn Anda-Ag-Muhammad, Kadi von Timbuktu, seit Lonko ihn 1611 ernannt hatte, führte die Rechtsgelehrten an, die Ali in der Sankore-Moschee trafen und ihn drängten, nicht auf Pilgerfahrt zu gehen; Ali hörte nicht auf sie. Im Juli 1632 schickte ihn der abgesetzte Pascha zu den Meuterern nach Kabara; sie lehnten jede Übereinkunft ab, und seine Fürsprache für Alis Leben scheiterte.
Die Garnisonen von Gao und Djenné hatten sich gegen einen Pascha verbündet und ihn vernichtet.
Sa'ud ibn Ahmad 'Ajrud wurde am 17. Oktober 1632 einstimmig gewählt. Er ersetzte Malluk in Djenné und zog im Mai und Juni 1634 nach Djenné und weiter nach Bina, um Yusaro zu bestrafen, der sich in der Nähe versteckte, bis er wieder abzog; dann presste er die Städter aus, bis seine eigenen Bash-huds ihm sagten, er solle heimkehren. Auf dem Rückweg erkrankte er und starb im August oder September 1634.
Abd al-Rahman, Sohn des Kaid Ahmad ibn Sa'dun, wurde nach Sa'uds Tod vom Heer gewählt. Im Januar 1635 entließ er Askia Muhammad Benkan und setzte Ali Senba an seine Stelle. Er starb im Juli 1635, nach elf Monaten.
Sa'id ibn Ali al-Mahmudi folgte sofort und setzte Benkan wieder ein. Unter ihm kam Ismail, der Bruder des Askia von Dendi, und bat um ein Heer, und Sa'id befahl Gao, ihm Soldaten zu stellen. Im April 1637 entließ er Ahmad ibn Hammu in Djenné auf die Klagen der Kaufleute hin. Am 22. Oktober 1637 setzten die Truppen ihn ab; er starb ein Jahr später, vergiftet, wie es hieß.
Masud ibn Mansur al-Za'ari, ein Ratgeber von großem Ansehen, wurde im Oktober 1637 von den Truppen erhoben. Im Juni 1639 ließ er Ahmad ibn Hammu bei Kouna im Fluss ertränken und führte im selben Monat das Heer flussabwärts gegen Ismail, der die Soldaten und Masud selbst geschmäht hatte.
Am 23. November 1632 ließ Malluk mit allen Truppen den Jenne-koy Bokar verhaften und warf ihm vor, den Eid gebrochen zu haben, den sie gemeinsam gegen Ali ibn Abd al-Qadir geschworen hatten, und ihr Komplott dem Pascha verraten zu haben.
Bokar, der Songhai-Herrscher von Djenné, wurde am 26. November 1632 in der Kasba hingerichtet, und sein Kopf wurde auf einem Balken über dem Markt zur Schau gestellt. Die Leute des Sudan sahen darin eine abscheuliche Neuerung; das Land um Djenné erhob sich und schwor, die Weißen des Makhzen zu töten, wenn man Malluk nicht ausliefere.
Yusaro Muhammad ibn Uthman führte mit anderen Gefolgsleuten des toten Jenne-koy westlich von Djenné den Aufstand an und belagerte die Kaufleute von Bina. Er schlug die Kolonne, die Malluk unter zwei Generalleutnants schickte, die Häuptlinge des Landes schickten ihm Männer, und vier Monate lang lebte Djenné in Angst.
Ahmad, Sohn des Hammu ibn Ali al-Dar'i, kam Anfang Januar 1633 als Kaid nach Djenné und beruhigte das Land mit Geschenken und guten Worten. Später verlegte er sich auf Erpressung, gegen Große wie Kleine; die Kaufleute zogen nach Bina, und er vertrieb den Imam al-Sa'di. Im April 1637 von Sa'id entlassen, wurde er von Masud eingesperrt und im Juni 1639 ertränkt.
Ali Senba, Sohn des Bokar Kishi'a, wurde am 18. Januar 1635 zum Askia ernannt, als Abd al-Rahman Benkan entließ, und hatte das Amt fünf Monate und einige Tage inne, bis der nächste Pascha Benkan wieder einsetzte. 1640 wurde der abgesetzte Askia bei Koira-Djinou von einer Räuberbande getötet.
Nachdem Sa'id ihn im Juli 1635 wieder eingesetzt hatte, wandte sich Ismail, der Tira-farma, an Benkan; er war vor seinem Bruder Askia Dawud geflohen. Benkan riet ihm zunächst, die Sache aufzugeben; als Ismail ihm vorwarf, er sei es gewesen, der ihn beim Makhzen verleumdet habe, nahm sich Benkan seiner Sache an und gewann ihm die Unterstützung Sa'ids.
1639 ritt Benkan mit Masuds Heer nach Lulami und stand in der Stadt des Askia an der Seite des Paschas; die Chronik nennt ihn einen geschickten Mann von gutem Rat.
Ismail, gewarnt, dass sein Bruder Dawud ihn töten wolle, floh um 1636 nach Timbuktu und bat um ein Heer. Mit Soldaten der Garnison von Gao vertrieb er Dawud und bestieg den Thron, schickte die Soldaten dann aber mit Schmähungen heim; ihr Zorn hielt an bis zu Masuds Wahl.
Masud erreichte Lulami Mitte 1639, und Ismail floh beim ersten Gefecht. Masud machte Muhammad ibn Anas, einen Sohn des Askia Dawud, zum Askia über die Songhai, die sich unterwarfen, und führte Ismails Habe, Frauen und Kinder fort. Kaum war der Pascha abgezogen, setzten die Songhai seinen Askia ab.
Dawud ibn Muhammad Sorko-ije, ein Enkel des Askia Dawud, wurde von den Songhai an die Stelle von Masuds Askia erhoben. Bald wandten sie sich auch gegen ihn, und er floh mit seinem Bruder Ismail nach Timbuktu, wo er sieben Jahre auf seine Gelegenheit wartete.
Abd al-Rahman al-Sa'di, 1594 in Timbuktu geboren, war Imam in Djenné und Vermittler beim Herrn von Masina. Vom Kaid Ahmad ibn Hammu aus seinem Amt vertrieben, ging er im März 1637 nach Timbuktu, wo er sich bereit erklärte, wieder als Imam zu dienen, nachdem Sa'id an Masud über ihn geschrieben hatte.
Ein Prinz aus Dendi hatte gezeigt, dass man sich die Soldaten der Garnison ausleihen konnte, um den Thron zu gewinnen, und ein Pascha hatte gezeigt, dass sie ihn auch wieder nehmen konnten.
Der Pascha in Lulami
- 13⚔Lulami eingenommen — 1639 · der Askia in die Flucht geschlagen
- 14◆Sechs Askias steigen auf und stürzen — um 1640–1646
- 15♛Dawud wieder als Askia eingesetzt — 18. Aug. 1646 · durch den Pascha
In Kürze
Der Zorn der Soldaten hielt an bis zum Oktober 1637, als die Truppen Masud ibn Mansur zum Pascha erhoben; auch über ihn hatte Ismail verächtlich gesprochen. Im Juni 1639 führte Masud ein Heer den Niger hinab, an Gao und Kukiya vorbei, nach Lulami, der Stadt des Askia.13 Ismail floh beim ersten Gefecht. Masud hielt die Stadt mit Muhammad Benkan an seiner Seite, machte einen anderen Prinzen aus dem Königsgeschlecht zum Askia und führte Ismails Habe, Frauen und Kinder fort. Kaum war der Pascha abgezogen, setzten die Songhai seinen Askia ab und wählten Dawud ibn Muhammad Sorko-ije. Dann wandten sie sich auch gegen ihn, und er floh nach Timbuktu. Nach ihm stiegen in Dendi sechs Askias auf und stürzten wieder;14 Ismail kehrte mit einem Heer zurück und wurde getötet. Dawud wartete in Timbuktu. Im August 1646 setzte ihn der damalige Pascha wieder ein15 und befahl der Garnison von Gao, ihn mit Truppen nach Hause zu geleiten. Dawud herrschte, bis er 1654 auf seinem Thron starb, und sein Sohn folgte ihm nach.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Muhammad Boryo, Sohn des Harun Dankataya, löste Dawud Sorko-ije ab. Als Ismail mit einem großen Heer zurückkam, um den Thron zurückzuerobern, floh Boryo nach Gao, um Soldaten zu erbitten, und während seiner Abwesenheit wählten die Songhai einen anderen Askia.
Mar-Shindin, ein Urenkel des Askia Dawud über den Balama' Hamed und den Fari-mondzo Hammad, wurde gewählt, während Boryo in Gao war. Boryo kehrte mit den Truppen zurück, die er geholt hatte, und mit dem Scheich Al al-Dumasi und seiner Schar.
Al al-Dumasi, ein Scheich mit eigenem bewaffnetem Gefolge, ritt mit Boryo gegen Ismail. Boryo fiel in der Schlacht, doch dann wurde Ismail getötet und sein Heer geschlagen. Als Nächstes setzten die Songhai Mar-Shindin ab. Al sollte 1652 wieder auftauchen, als er sich gegen Gao erhob und bei Askia Dawud Zuflucht suchte.
Nuh, Sohn des al-Mustafa, jenes Askia, den ein halbes Jahrhundert zuvor sein eigener Bruder gestürzt hatte, wurde erhoben, als die Songhai Mar-Shindin absetzten. Auch ihn setzten sie wieder ab und wandten sich den Söhnen des Askia zu, den Ismail vertrieben hatte.
Muhammad al-Borko, Sohn des Dawud ibn Muhammad Bano, war der nächste Askia. Die Songhai ersetzten ihn bald durch seinen Bruder al-Hajj und hielten den Thron so eine Zeit lang im Zweig Dawud Banos des Königshauses.
Al-Hajj, ein weiterer Sohn des Dawud ibn Muhammad Bano, nahm den Platz seines Bruders ein, bis ein rivalisierender Zweig aus Timbuktu zurückkam: Ismail, Sohn des Muhammad Sorko-ije, kehrte heim, setzte ihn ab und nahm die Krone.
Ismail ibn Muhammad Sorko-ije war mit seinem Bruder Dawud nach Timbuktu gegangen. Zurück in Dendi setzte er al-Hajj ab und nahm die Krone, bis Dawud die Rückendeckung des Paschas gewann, mit einem Geleit aus Gao heimkam und ihn seinerseits absetzte.
Am 18. August 1646 setzte der Pascha Dawud ibn Muhammad Sorko-ije wieder ein; vier Tage später verließ er Timbuktu mit dem Konvoi, der den Sold nach Gao brachte, dessen Garnison Befehl hatte, ihn mit Truppen heimzugeleiten. Er gewann den Thron zurück, den er sieben Jahre zuvor verloren hatte.
Masuds Kaids in Djenné konnten während der großen Hungersnot, die dort 1639 begann und etwa drei Jahre dauerte, weder Sold noch Rationen zahlen. Am 28. Februar 1643 beschlagnahmten die Truppen von Djenné den Besitz des Paschas in der Stadt, um sich selbst zu bezahlen, warfen seine Boten ins Gefängnis und sperrten die Straße; im April erhob sich auch Timbuktu.
Muhammad ibn Muhammad ibn Uthman, der Kaid, um den sich die Aufständischen von Timbuktu scharten, schlug Masud am Tor der Kasba in die Flucht; Masuds eigene Männer setzten ihn fest, und Ende April 1643 wählten die Truppen Muhammad zum Pascha. Er verschonte Masud mit den Worten, er werde sein Wort nicht brechen, wie Masud es getan habe, und schickte ihn in Ketten nach Kirao.
Als Muhammad Benkan am 12. Dezember 1642 starb, folgte ihm sein Sohn al-Hajj Muhammad, der Binka-farma, nach: der erste Binka-farma, der seit Beginn der Dynastie zum Askia erhoben wurde. 1644 zog er mit dem Pascha Muhammad ibn Uthman gegen den Herrn von Masina.
Am 20. Mai 1646 rief Muhammad ibn Uthman al-Sa'di aus Bina zu sich und machte ihn zum Katib, dem Sekretär des Paschas. Er sollte die Briefe der Paschas schreiben, sie auf ihren Feldzügen begleiten und sie im Ta'rikh al-Sudan festhalten, der 1653 abgeschlossen und bis 1656 fortgeführt wurde.
Die Garnisonen stürzten Paschas nun wegen des Soldes, und die Rückendeckung des Paschas entschied, wer über Dendi herrschte.
Ahmad, Sohn des Ali al-Tilimsani, wurde am 10. November 1646 Pascha, als die Offiziere, die seit dem Feldzug nach Masina gegen ihn konspiriert hatten, Muhammad ibn Uthman absetzten. Großzügig und sanftmütig, so die Chronik, regierte er drei Monate und acht Tage und starb am 14. Februar 1647.
Hamid al-Hayyuni wurde von den Truppen auf dem Rückweg von Ahmads Bestattung erhoben. Die Chronik hält ihn für unfähig und sagt, er habe alles seinen Wesiren überlassen. Im Juni und Juli 1647 führte er bei leerer Staatskasse einen zermürbenden Raubzug durch das Gourma bis Hombori; al-Sa'di ritt mit ihm und beschrieb ihn als Triumph. Die Truppen setzten ihn am 24. Oktober 1648 ab.
Yahya al-Gharnati folgte sofort. Al-Sa'di nennt ihn ausschweifend und voller Verachtung für Gelehrte und Scherifen. Seine Ermordung des Scheichs Ibrahim ibn al-Ra'wan im Dezember 1649 brachte die Araber und Tuareg gegen ihn auf, und Djenné missachtete seine Befehle. 1650 überfiel er Gao und 1651 Benba, wurde am 15. Oktober 1651 abgesetzt und verbrachte drei Jahre im Gefängnis.
Ahmad, Sohn des Paschas Haddu, wurde am 16. Oktober 1651 mit Zustimmung des Heeres gewählt. Höflich gegenüber den Gelehrten, aber ohne große Ziele, musste er die Staatskasse abgeben; sie wurde einem Kaid-Amin übertragen. Unter ihm, schrieb al-Sa'di, öffneten sich die Tore des Aufruhrs nach allen Seiten. Die Truppen setzten ihn am 18. August 1654 ab.
Muhammad ibn Musa, ein Ratgeber, wurde sofort ausgerufen und ließ den früheren Pascha Yahya frei. Ein Streit spaltete die Cheraga-Abteilung und trieb die Hälfte von ihr aus Timbuktu. Als Djenné im Mai 1655 um Hilfe gegen seinen Jenne-koy bat, meuterten die achtzig entsandten Männer im Hafen, und am 15. Mai setzten die Truppen ihn ab.
Muhammad ibn Ahmad ibn Sa'dun war noch am selben Tag von Muhammad ibn Musa geschickt worden, um mit den Meuterern Frieden zu schließen; sie ergriffen ihn und machten ihn gegen seinen Willen zum Pascha. Er versöhnte die Cheraga. 1656–57 zog er gegen Faraman und setzte auf dem Rückweg einen neuen Askia ein. Am 20. März 1657 wurde er abgesetzt.
Dawud, Sohn des Askia Harun und früher Kurmina-fari, wurde von Muhammad ibn Ahmad ibn Sa'dun auf dem Rückmarsch von Faraman an Stelle von al-Hajj Muhammad zum Askia von Timbuktu gemacht, und die Songhai nahmen ihn an.
Ende 1652 erhob sich Al al-Dumasi gegen Gao und floh mit den Herdenbesitzern, Arabern, Tuareg und Fulbe zu Askia Dawud. Im April 1654 schrieb Gao, die Tuareg, die ihm gefolgt waren, seien zurückgekommen, um sich zu unterwerfen; nur Al blieb im Land des Askia.
Mansur ibn Mubarak al-Sawwaf, Kaid von Gao, setzte den Aufständischen im Dezember 1652 nach, verstärkt durch fünfzig Soldaten aus Timbuktu. Askia Dawud gab vor ihnen seine Hauptstadt auf; Al war nicht zu fassen, und seine Anhänger setzten der abziehenden Kolonne jede Nacht bis Kukiya mit Pfeilen zu.
Dawud ibn Muhammad Sorko-ije starb im Mai oder Juni 1654 auf seinem Thron. Ein Brief, der am 11. August in Timbuktu eintraf, teilte Askia al-Hajj Muhammad mit, dass Dawuds Sohn Ibrahim ihm nachgefolgt war.
Ibrahim, Sohn des Dawud ibn Muhammad Sorko-ije, folgte seinem Vater 1654 nach. Seine Thronbesteigung, die Timbuktu im August brieflich gemeldet wurde, ist der letzte Wechsel des Askia in Dendi, den al-Sa'dis Chronik verzeichnet.
Im August 1653 erhob sich der Jenne-koy Bokar, genannt Ankaba'la', gegen die Garnison von Djenné und verschanzte sich bei Chiou in drei Festungen. Acht Angriffe scheiterten, selbst mit Verstärkung aus Timbuktu. Er schlug einen über den Herrn von Masina angebotenen Frieden aus, schnitt die Straßen nach Djenné ab und griff im März 1656 Kanba'a an, wurde aber zurückgeschlagen.
Yusaro Muhammad ibn Uthman, der den Aufstand von 1632 angeführt hatte, überbrachte 1654 Bokars Botschaften: zuerst, der Jenne-koy wolle Frieden, dann, er werde nie nach Djenné zurückkehren. Im September ging ein Generalleutnant auf Yusaros Einladung nach Bina; Bokar wollte sich nicht in Djenné niederlassen, hörte aber auf, die Straßen zu sperren.
Die Paschas stammten nun aus den Familien früherer Paschas und hielten sich nur Monate; die Abteilungen entschieden, ob sich Truppen und Geld überhaupt bewegten.
Hammu, unser Herr
- 16†Der letzte saadische Sultan ermordet — 1659 · von seinem eigenen Onkel
- 17◆Die Predigt lässt Marokkos Sultane fallen — 1659–1660
- 18♛Al-Shatuki zum Sultan ausgerufen — 1659–1660 · für einige Freitage
- 19◆Die Predigt nennt den Pascha — ab 15. März 1660
In Kürze
In Timbuktu setzten die Truppen weiter Paschas ein und ab: Zwischen 1612 und 1660 hatten mehr als zwanzig das Amt inne. Doch jeden Freitag wurde in der Predigt in den Moscheen am Niger noch immer für das Haus al-Mansurs gebetet, für die Sultane von Marokko. 1659 wurde der letzte von ihnen vor Marrakesch16 von seinem eigenen Onkel ermordet. Noch im selben Jahr, so berichtet die Chronik, hörten die Moscheen auf, sein Haus zu nennen.17 Pascha war nun Hammu ibn Abdallah. Er entließ den Befehlshaber der Marrakesch-Abteilung, Muhammad al-Shatuki, und die Abteilung kämpfte gegen ihn. Al-Shatuki erklärte, er wolle nicht ihr Pascha sein: Er werde Sultan sein,18 Beherrscher der Gläubigen. Der Richter, die Imame und die Kaufleute von Timbuktu huldigten ihm, und einige Freitage lang wurde in der Großen Moschee in seinem Namen gebetet. Der größte Teil des Heeres wandte sich gegen ihn. Er floh in den Flusshafen Kabara und nahm ein Boot, wurde aber eingeholt und getötet. Ab März 1660 nannte das Freitagsgebet den Pascha: Hammu, unser Herr.19 Die Garnison, die Marokko zur Sicherung des Nigers geschickt hatte, wählte ihre Herrscher selbst, setzte in Dendi Könige ein und hörte nun für ihren eigenen Pascha beten.
Die Kette, Abschnitt für Abschnitt
Muhammad Buya ibn al-Hajj al-Shatuki wurde 1657 Pascha nach Muhammad ibn Ahmad ibn Sa'dun. Unter ihm tötete eine große Pest, so die Chronik, eine Zahl, die nur Gott kennt, und dauerte zwei Jahre. Die Truppen setzten ihn um 1659 ab; 1666 hatte er als erster Mann das Paschalik ein zweites Mal inne.
Allal ibn Sa'id al-Harusi, der unter Yahya Benba verwaltet hatte, wurde nach Buyas Sturz zum Pascha ernannt und noch am Tag seiner Ernennung abgesetzt. Die Biographien der Paschas verzeichnen sonst nichts über seine Herrschaft.
Al-Hajj al-Mukhtar wurde nach Allal gewählt und drei Monate später abgesetzt. Im Muharram des Jahres 1070 der Hidschra, im September oder Oktober 1659, wählten die Truppen an seiner Stelle Hammu ibn Abdallah al-'Ilji.
Hammu ibn Abdallah entließ im November oder Dezember 1659 den Befehlshaber der Marrakesch-Abteilung, Muhammad al-Shatuki, und die Abteilung kämpfte gegen ihn. In jenem Jahr hörte die Freitagspredigt von Kukiya bis Bina nach einundsiebzig Jahren auf, die Nachkommen al-Mansurs zu nennen. Ab dem 15. März 1660 sprach sie das Gebet für „Hammu, unseren Herrn“.
Muhammad al-Shatuki, reich und herrisch, hatte sich bei seinen eigenen Soldaten verhasst gemacht; sie ließen ihn hoffen, Pascha zu werden, und verweigerten ihm dann die Insignien. Er erklärte, er werde Sultan und Beherrscher der Gläubigen sein. Der Kadi, die Imame und die Kaufleute huldigten ihm, doch alle Truppen außer der Abteilung von Fès wandten sich gegen ihn. Er floh von Kabara aus mit dem Boot und wurde bei Urakus getötet.
1655 und 1656 erreichten Timbuktu Briefe, die meldeten, Sultan Muhammad al-Shaykh sei gestorben und sein Sohn Ahmad al-Abbas habe die Nachfolge angetreten; die Predigt wurde noch im Namen der Saadier gehalten. 1659 wurde al-Abbas von seinem Onkel mütterlicherseits ermordet, als er Marrakesch verließ, um ihn zu treffen, und die Linie der Saadier erlosch.
1660 nannte das Paschalik in seinen Gebeten keinen Sultan mehr, sondern nur noch seinen eigenen gewählten Pascha.
Wer ist wer
Die Garnison des Paschaliks (die Arma)
Die Sultane von Marokko und ihre Gesandten
Die Songhai-Askias von Dendi
Andere
Zeittafel
- 1⚔Tondibi — März 1591 · marokkanischer Sieg 1600–1604
- 2◆Der Befehlshaber in Ketten fortgeschickt — Mai 1600 1600–1604
- 3◆Tendirma an Ali vergeben — um 1605 · mit allen Einkünften 1604–1612
- 4◆Das Heer schwört gegen Ali — unter Lonko 1604–1612
- 5†Der Befehlshaber aus Fès getötet — 25. April 1608 · auf Lonkos Befehl 1604–1612
- 6♛Ali übernimmt das Paschalik — 11. Okt. 1612 · von keinem Sultan ernannt 1604–1612
- 7⚑Ein selbsternannter Mahdi nimmt Marrakesch — 1612–1613 1612–1618
- 8⚑Das Heer setzt Ali ab — 13. März 1617 · in Ketten 1612–1618
- 9♛Haddu zum Pascha gewählt — Juli 1618 · von den Truppen 1612–1618
- 10♛Dawud, Askia von Dendi — Juli 1618 1618–um 1636
- 11✒Frieden in Kukiya — um 1630 · durch eine Heirat besiegelt 1618–um 1636
- 12◆Gaos Soldaten mit Schmähungen heimgeschickt — um 1636 1618–um 1636
- 13⚔Lulami eingenommen — 1639 · der Askia in die Flucht geschlagen 1637–1654
- 14◆Sechs Askias steigen auf und stürzen — um 1640–1646 1637–1654
- 15♛Dawud wieder als Askia eingesetzt — 18. Aug. 1646 · durch den Pascha 1637–1654
- 16†Der letzte saadische Sultan ermordet — 1659 · von seinem eigenen Onkel 1654–1660
- 17◆Die Predigt lässt Marokkos Sultane fallen — 1659–1660 1654–1660
- 18♛Al-Shatuki zum Sultan ausgerufen — 1659–1660 · für einige Freitage 1654–1660
- 19◆Die Predigt nennt den Pascha — ab 15. März 1660 1654–1660
Quellen
- al-Sa'di, Tarikh es-Soudan, übers. O. Houdas (Paris, 1900): die Paschas von Sulayman bis 1655, die Askias von Dendi, der Feldzug von 1639 und die Wiedereinsetzung von 1646 — Quelle
- Tedzkiret en-Nisian (Biographien der Paschas), übers. O. Houdas (Paris, 1901): Hammu ibn Abdallah, al-Shatuki und das Ende der Predigt für die Nachkommen al-Mansurs, 1659–1660 — Quelle
- al-Sa'di, Ta'rikh al-Sudan, arabischer Text hg. von O. Houdas (Paris, 1898): die Namen in ihrer eigenen Schrift — Quelle
- Pashalik of Timbuktu — Wikipedia (die Eroberung von 1591, die Paschas, die Wahl vor Ort nach 1612, die Predigt für die saadischen Sultane) — Quelle
- Pachalik de Tombouctou — Wikipédia (das letzte Kontingent von 400 Mann im Jahr 1618, nach Marchat 1957) — Quelle
- Rise of the Arma in Timbuktu — EBSCO Research Starters (von den Truppen gewählte Paschas; das Ende der formellen Treuepflicht nach 1659) — Quelle
- Dendi Kingdom and Lulami — Wikipedia (der Reststaat der Songhai und seine Hauptstadt südlich von Say) — Quelle
- Ahmad al-Mansur — Wikipedia (der Feldzug von 1590–91; sein Tod 1603) — Quelle
- Ahmed ibn Abi Mahalli — Wikipedia (der Mahdi, der 1612–1613 Marrakesch hielt) — Quelle
- Ahmad al-Abbas — Wikipedia (der letzte saadische Sultan, 1659 ermordet) — Quelle
Jede Aussage im Text wurde an den obigen Quellen geprüft. Grenzen: historical-basemaps (A. Ourednik, GPL-3.0), der Stand um 1600, vereinfacht — schematisch, die richtigen Staaten ungefähr an den richtigen Orten. Land, das den Besitzer wechselte: moderne Provinzen (Natural Earth) oder spätere Stände anstelle der historischen Grenzen. Land, Seen und Flüsse: Natural Earth. Porträts: unten mit Urheber, Lizenz und Quelle nachgewiesen.
Porträts
- Ahmad al-Mansur — André Thevet · Public domain — Commons
- Ammar al-Fata — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Sulayman Pascha — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Ali al-Tilimsani — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Zaydan — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Bar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Kala-sha'a Muhammad — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Ahmad Baba — Later imaginary portrait of Ahmed Baba, reproduced by 1001 Inventions; artist and date not stated · copyright status not stated — Quelle
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- Malluk ibn Zarqun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Sa'ud ibn Ahmad 'Ajrud — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Jenne-koy Bokar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Ahmad ibn Hammu — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Abd al-Rahman ibn Ahmad ibn Sa'dun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Ali Senba — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Sa'id ibn Ali al-Mahmudi — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad ibn Anas — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad Boryo — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Mar-Shindin — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Al al-Dumasi — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
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- Jenne-koy Bokar Ankaba'la' — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Askia Ibrahim — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad ibn Musa — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad ibn Ahmad ibn Sa'dun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Dawud ibn Harun — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Muhammad Buya — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- Allal ibn Sa'id al-Harusi — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration
- al-Hajj al-Mukhtar — imagined likeness, generated in the manner of sober naturalistic Sahelian painted portrait (Codex image generation, 2026); no historical portrait survives or could be identified · generated illustration